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Enerige & Management > Stadtwerke - Fusion mit „Tracking-Stock-Modell“
Stadtwerke-Chefs und Bürgermeister aus Bad Dürkheim, Wachenheim und Deidesheim. Quelle: B. Dürkeim
STADTWERKE:
Fusion mit „Tracking-Stock-Modell“
Die Stadtwerke Bad Dürkheim, Deidesheim und Wachenheim haben ihre Fusion notariell vollzogen. Im neuen Unternehmen sind bestimmte Geschäftsbereiche den beteiligten Kommunen zugeordnet.
 
Dreimal Ja beim Notar: Die Versorger in Bad Dürkheim, Deidesheim und Wacheneim schließen sich zur Stadtwerke Weinstraße GmbH zusammen. Nach dem Plazet der Kommunalvertreter vor Ort ist die Fusion jetzt notariell vollzogen. Das teilte die Rechtsanwaltskanzlei Becker, Büttner und Held mit, die die Stadtwerke juristisch beraten hat. 

Das Gemeinschaftsunternehmen soll bis Ende 2026 ins Handelsregister eingetragen werden. Im kommenden Jahr soll es die Arbeit aufnehmen. Die Stadtväter begründen den Zusammenschluss mit steigenden Anforderungen an kommunale Versorgungsunternehmen. „Energiewende, zunehmende regulatorische Vorgaben, Fachkräftemangel und wachsender wirtschaftlicher Druck stellen insbesondere kleinere Stadtwerke vor große Herausforderungen“, erklärten sie im Juni (wir berichteten).

Ein gemeinsames Strategieprojekt habe ergeben, dass eine Vollfusion die besten Voraussetzungen biete, „um Synergien zu nutzen und die Zukunftsfähigkeit dauerhaft zu sichern“.

Die juristische Begleitung umfasste etwa Fragen zum Umwandlungs-, Gesellschafts- und Kommunalrecht sowie Arbeits- und Steuerrecht, teilt BBH mit. Auch die Sicherung des steuerlichen Querverbunds und die Begleitung der kommunalen Gremien waren Teil der Beratung. Die Fusion erfolgt laut Kanzlei nach dem Tracking-Stock-Modell.

Trio an der Unternehmensspitze

Das gewählte Tracking-Stock-Modell ermögliche es, „einzelne Gewinn- und Verlustsparten auf Gesellschaftsebene zu verrechnen und bestimmte Sparten den jeweiligen Kommunen zuzuordnen“, erklärt Benedikt Doms, Rechtsanwalt und BBH-Partner. Damit würden die Interessen der beteiligten Kommunen „optimal gewahrt“. 

Geführt wird die neue Gesellschaft von einem Trio: Alexander Will, bisheriger Geschäftsführer der Stadtwerke Deidesheim, und Dieter Panzer, bisheriger Werkleiter in Wachenheim sowie dem Dürkheimer Stadtwerke-Chef Peter Kistenmacher. Die Stadtwerke an der Weinstraße werden nach Unternehmensangaben über insgesamt 30.000 Abnahmestellen für Strom, Gas und Wasser verfügen. (mf)
 
 

Manfred Fischer
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 19.08.2026, 16:10 Uhr

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